Der Factory Style: Wohnen im Industrie-Design

Mögen Sie den Charme alter Fabrikgebäude, Lokschuppen oder Werkstätten? Prunkvolle Säle voller Stuck und Statuen lassen Sie kalt – aber eine ehemalige Werkshalle mit rauen Ziegelwänden, hohen Fenstern und sichtbaren gusseisernen Trageelementen finden Sie hinreißend? Dann ist der Factory Style genau das Richtige für Ihr Zuhause. Markenboden.de stellt Ihnen diesen angesagten Einrichtungsstil vor und zeigt, wie Sie die „unverputzte“ Atmosphäre von Industriearchitektur mit Parkett, Designboden oder Nadura-Boden in Ihre Wohnräume bringen. Lassen Sie sich inspirieren... 

Der Factory Style (auch als Industrial Style oder Industrie-Design bekannt) entstand in New Yorker Lofts (in Wohnraum umgewandelte ehemaligen Fabrik- oder Lagerhallen). Mittlerweile ist er weltweit in normalen Wohnungen und Gewerberäumen angekommen. Hier treffen wir auf einen Stil der nackten Tatsachen: ohne Schnörkel, ohne Verblendungen, ohne Gefälligkeit. 

Die wichtigsten Merkmale sind unverputzte Wände, ein strapazierfähiger Bodenbelag mit kräftiger, rauer Optik sowie Einrichtungsgegenstände mit Industrie-Charme wie alte Lagerregale, Metallspinde oder Werkbänke aus Holz. Verwendet werden einfache, kaum bearbeitete oder veredelte Materialen wie Stein, Stahl, Gusseisen, Wellblech, Beton oder Altholz.

Paradoxerweise ist der Factory-Look trotz der groben Oberflächen und Werkstoffe ein romantischer Stil. Dass uns die verklärende Rückschau auf das Zeitalter der Industrie – hart arbeitend, ehrlich, geradeheraus, genügsam, erfindungsreich – so anspricht und berührt, ist von unserem postindustriellen Standpunkt aus die pure Nostalgie.

Ungefähr so blickte man in der Epoche der Romantik von den ersten Höhen des Industriezeitalters auf das ländliche Leben und die kleinen Handwerksstübchen vergangener Zeiten zurück.

Passende Produkte zu diesem Trend

Ab mit Tapeten und Verkleidungen!

Typisch für den Wohntrend Factory Style ist der schnörkellose, zweckorientierte Ansatz. In einer alten Fabrik war das eine selbstverständliche Sache – hier gab es keinen Grund, Trägerkonstruktionen, Rohrleitungen oder Belüftungsrohre zu verkleiden, oder für Einrichtungs- und Gebrauchsgegenstände andere als rein zweckmäßige Formen zu wählen (die sich allerdings in ihrer meisterhaften „Form-folgt-Funktion-Reduziertheit“ durchaus sehen lassen konnten). 

Schlafzimmer mit unverdeckten Rohrleitungen an Wand und Decke

Um eine klassische Wohnumgebung im Industrie-Design zu gestalten, ist schon etwas Umdenken nötig. Und oft genug auch eine ganze Menge Renovierungsarbeit in einem etwas anderen Sinne als dem üblichen: Hier kommen Tapeten und Gipsplatten ab statt dran, Kabel hängen frei an der Decke statt unter Putz, Rohre und Heizkörper werden zur Schau gestellt anstatt sie zu verstecken.

Ob extreme Veränderungen wirklich im Sinne des zweckmäßigen Factory Style sind, bleibt allerdings dahingestellt: In einer alten Fabrik hätte man sicher nicht extra den Putz abgeklopft, wenn er einmal dran war, nur um die rohe Ästhetik der Ziegelwände wirken zu lassen...

Hobbyraum mit 2 Gitarren vor unverputzter Wand und gedämpften Parkettboden, Büchern und Spielzeug

Moderner Wohnstil für jeden Geldbeutel

Innerhalb der industriell geprägten Stilrichtung gibt es eine Menge Spielraum. Verwitterte oder aufpolierte Oberflächen, Altmaterialien und sichtlich gebrauchte Objekte funktionieren für diesen Wohntrend ebenso gut wie brandneue Möbel und Accessoires. Je nach persönlicher Vorliebe kann der Factory Style „vom Zahn der Zeit angenagt“ oder blitzmodern aussehen. Und natürlich kann er eine ausgewogene Mischung aus beidem sein. 

Der Industrie-Look lässt sich bereits mit einem überschaubaren Budget in die eigenen vier Wände bringen: Der eine findet sein Regal am Straßenrand – der andere leistet sich ein teures Designerstück. Der eine arbeitet Wände und Co. sorgfältig auf – der andere lässt Rost und abgeplatzten Putz einfach so, wie sie sind. Der eine lässt von Innenarchitekten alles bis aufs i-Tüpfelchen planen – der andere improvisiert und verwirklicht seine Ideen mit günstigen Paletten und Hohlsteinen. Eine so große Vielseitigkeit bietet kaum ein anderer Einrichtungstrend...

offene Trägerelemente in Wohnraum
unverputztes Mauerwerk in der Küche hinter dem Herd

Der richtige Boden für den Factory Style

Und mit welchen Bodenbelägen kommt der Factory Style in Ihrer Wohnung oder Ihren Büroräumen nun am besten zur Geltung? Zum einen natürlich mit eventuell bereits vorhandenen Böden aus Beton oder Holz. Wer einen neuen Bodenbelag verlegen möchte, findet auf Markenboden.de eine Vielfalt von hochwertigen Parkett-, Laminat-, oder Nadura-Böden des Qualitäts-Herstellers MEISTER. Unterschiedliche Oberflächen, von geräuchertem Eichenparkett über graues Laminat in Schiefer-Optik bis zum Designboden mit Altholz-Finish; bringen die verschiedenen Spielarten des Industrial Looks perfekt auf den Punkt. 

Übrigens: Ein ebenfalls idealer Partner für den Factory Style ist Linoleumboden von MEISTER. Der natürliche Bodenbelag aus Leinöl, Naturharzen, Kalkstein- und Holzmehl ist heute wieder schwer im Kommen. Linoleumboden von heute hat mit dem früheren Bodenbelag in Schul- und Amtsfluren nicht mehr viel gemeinsam, sondern steht für modernes Wohnen und Leben. Werfen Sie also unbedingt einen Blick auf unsere zum Factory Style passenden Linoleumböden.

Küche mit unverputzter Wand und grauem Linoleumboden

Nadura: Geradewegs aus der Fabrik

Auch mit Bodenbelägen, für die sich heute die Einrichter „echter“ Fabriken und viel beanspruchter öffentlicher Gebäude entscheiden, machen Sie im Factory Style keinen Fehler. Nadura-Böden vereinen die Eigenschaften von Holz und Fliesen: Sie sind warm wie Holz, pflegeleicht wie Fliesen, dabei aber bruchfest - und extrem widerstandsfähig wie die Produkttest-Videos von MEISTER auf YouTube beweisen! Neben der richtigen Optik für den Industrial Look holen Sie sich mit Nadura einen enorm widerstandsfähigen und pflegeleichten Bodenbelag in Ihre Wohnräume.

Der Factory Style im Schnell-Check:  

  • Viel Holz, Metall, Backstein oder nackter Beton
  • Unverputzte oder nur grob gespachtelte Wände
  • Freigelegte Decken- und Balkenkonstruktionen
  • Lebhafte Bodenbeläge mit Charakter und Struktur
  • Vintage-Accessoires wie Metallspinde, Sägeböcke oder Werkbänke
  • Gebrauchte Möbel mit Patina passen ebenso gut wie neue

Lese-Tipps:

Sie möchten mehr über den Factory Style erfahren oder sind auf der Suche nach weiteren Ideen für Ihr Zuhause? Dann werden Sie hoffentlich in unserer Link-Sammlung fündig ...

Factory Style in Bildern:
Industrial Gallerie im Blog „Saris Garage

Möbel aus alten Rohren:
Tolle Ideen im Blog „Dekomilch“ 

Industriekultur im Museum live erleben: 
Das LVR-Industriemuseum im Rheinland 

Hängeleuchten aus Beton und Möbel zum Factory Style:
Der Blog „Die Möbelbloggerin

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